Maël Duwan

Do it with DJI (Videoprojekt BBZ)

25. September 2026

Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir im BBZ das Modul 268, welches für Video steht. In diesem durften wir uns zwischen verschiedenen Sachen entscheiden (Kurzfilm, Kurzdoku oder Werbevideo), um eines davon umzusetzen. Wir (Joscha, Maël.W und ich) entschieden uns dann für einen Werbespot für DJI. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass wir das als fiktiven Auftrag gemacht haben und in keiner Form mit DJI zusammengearbeitet haben.

Hier der Werbespot:

Für die Umsetzung dieses Videos und auf Vorgabe der Berufsschule mussten wir eine Planung erstellen. Diese hatte verschiedene Teile und sah so aus:

Idee & Planung – DO IT WITH DJI

Logline

Eine ältere Frau führt ihren Hund Gassi – und wird dabei erfinderisch.

Exposé-Text

Am Morgen liegt eine ältere Frau in ihrem Schlafzimmer im Bett. Neben ihr stehen eine leere Weinflasche und zwei Gläser. Ihr Hund ist bereits wach. Er beobachtet sie erwartungsvoll, voller Energie, bereit für den ersten Spaziergang des Tages. Sie reagiert müde und widerwillig. Der Hund will raus – sie nicht. Wenig später ist der Hund draussen unterwegs. Er schnüffelt, erkundet die Umgebung, bewegt sich lebhaft. Ein gewöhnlicher Moment des Gassigehens. Dann wird sichtbar, dass dieser Spaziergang anders abläuft als erwartet: Der Hund wird von einer Drohne geführt.
Zurück im Schlafzimmer zeigt sich die vollständige Auflösung. Die Frau liegt weiterhin im Bett, trägt nun eine FPV-Brille und hält einen Controller in der Hand. Durch das Fenster im Hintergrund ist zu sehen, wie der Hund draussen an der Drohne vorbeifliegt. Das Bild verbindet Anfang und Ende – sie führt ihren Hund Gassi, ohne aufzustehen.

Ziel & Wirkung

Der Spot soll durch eine unerwartete visuelle Pointe im Gedächtnis bleiben. Die Geschichte setzt auf eine alltägliche Situation, die sich in eine absurde, aber logisch erzählte Lösung verwandelt. Der Humor entsteht nicht durch Übertreibung, sondern durch die ruhige, realistische Inszenierung eines ungewöhnlichen Moments. „Machs mit DJI“ steht dabei nicht für eine konkrete Funktion, sondern für eine Haltung: Kreativität beginnt dort, wo man Dinge anders denkt. Der Spot positioniert DJI als Marke, die unerwartete Ideen möglich macht – nicht erklärend, sondern spielerisch.
Die Wirkung soll ein kurzes Innehalten und ein Lächeln auslösen. Der Zuschauer versteht die Mechanik selbst und verbindet diesen Moment mit der Marke.

Stil / Form

Der Spot ist dialogfrei und setzt vollständig auf visuelles Erzählen. Die Inszenierung bleibt ruhig, nüchtern und realistisch. Die Absurdität entsteht nicht durch Übertreibung, sondern durch die logische Entwicklung der Situation. Der Beginn wirkt alltäglich und beobachtend. Die Stimmung ist zurückhaltend, beinahe trocken. Der humorvolle Effekt entsteht erst durch die schrittweise Enthüllung der Mechanik.
Die Erzählung arbeitet mit Wiederholung: Anfang und Ende spiegeln sich im gleichen Raum und in der gleichen Situation. Dadurch entsteht ein klarer, visueller Rahmen. Die Pointe wird nicht erklärt, sondern gezeigt. Der Spot vertraut darauf, dass das Publikum die Verbindung selbst herstellt.

Zielgruppe

Die Zielgruppe sind technikaffine Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren, die Social Media und Online-Plattformen nutzen und offen für humorvolle, visuell erzählte Inhalte sind. Dazu zählen insbesondere Personen mit Interesse an Fotografie, Videografie, Gadgets und kreativer Technologie.
Der Spot richtet sich an ein Publikum, das Markenkommunikation über klassische Produktargumente hinaus schätzt und sich von originellen, unerwarteten Ideen angesprochen fühlt.
Durch den klaren visuellen Humor eignet sich das Format besonders für Social-Media-Umfelder, in denen kurze, prägnante Inhalte mit starker Pointe Aufmerksamkeit erzeugen.

Shot-list

Die gesamte Shot-List wurde während eines Brainstormings zu dritt erstellt. Dabei haben wir zuerst eine Liste mit dem groben Ablauf gemacht und dann noch Bilder skizzenhaft generiert, um besser zeigen zu können, was unsere Vision ist. So sind wir auf folgende Shot-List gekommen.

Top-down-Shot. Morgenszene. Eine ältere Frau liegt im Bett mit flauschiger Schlafmütze. Neben dem Bett stehen eine halbvolle Weinflasche und zwei Weingläser. Weiches Morgenlicht fällt durchs Fenster. Der Raum wirkt ruhig, leicht chaotisch vom Vorabend.

Medium-Shot vom Hund neben dem Bett. Er schaut sie erwartungsvoll an. Leichte Kopfbewegung. Energie spürbar.

Close-up der Frau. Sie öffnet müde die Augen. Leichtes Zusammenkneifen. Man sieht: Erschöpfung.

Cut nach draussen. Der Hund lauft energetisch über eine Wiese. Schnüffelt, bewegt sich frei. Normale Gassi Szene.

Langsame Kamerafahrt nach oben. Reveal: Der Hund ist an einer Drohne befestigt. Er wird geführt. Bild leicht absurd, aber klar lesbar.

Cut zurück ins Schlafzimmer. Gleicher Top-down-Shot wie Shot 1. Gleiche Komposition. Jetzt trägt sie DJI FPV Goggles und hält den Controller in der Hand. Weinflasche weiterhin sichtbar.

Langsame seitliche Kamerabewegung. Die Fernbedienung wird vollständig gezeigt. Fokus auf ihre Finger am Controller. Man erkennt aktive Steuerung.

Im Hintergrund, durch das Schlafzimmerfenster, fliegt der Hund an der Drohne vorbei. Quer durchs Bild. Timing exakt beim vollständigen Reveal des Controllers. Das Bild bestätigt die gesamte Mechanik der Story visuell.

Hard Cut zu Black Screen. Sound: Ein einzelnes, leicht schmerzerfülltes Hundebellen.

Call Sheet

Materialliste

Änderungen von der Planung zum Endprodukt

Wie euch sicher aufgefallen ist, ist das Endprodukt ein wenig anders, als der Plan es vorgesehen hat. Das hat teilweise damit zu tun, dass wir es nicht geschafft haben, die Hundeleine an der Drohne anzumachen, sodass wir den Shot mit der Drohne über dem Hund verwerfen mussten. Auch verworfen haben wir die Idee mit der Weinflasche und den Weingläsern, um die Story ein wenig zu vereinfachen. Nun zeigen wir einfach, dass die «Oma» gerade nicht die Energie zum Aufstehen hat. Zusätzlich hatten wir ein paar andere Sachen, welche den Dreh erschwert haben. Denn eigentlich wollten wir mit einer Person drehen, die perfekt für diese Rolle gepasst hätte. Jedoch musste diese Person uns am Drehtag selbst absagen, aufgrund einer Grippe. Somit standen wir am Morgen des Drehs da und hatten eine unserer wichtigsten Rollen nicht mehr besetzt. Sehr spontan suchten wir also wieder jemanden, der/die diese Rolle für uns ausfüllt. Schlussendlich haben wir dann nach 1.5 Stunden Organisieren und Herumtelefonieren endlich eine Person gefunden, die die Rolle übernimmt, was uns den ganzen Tag gerettet hat. Damit wir nun dieses Video veröffentlichen dürfen und keinen Stress haben, haben wir mit unserer Schauspielerin eine Einverständniserklärung abgemacht. In diesem Fall, da wir die Schauspielerin wirklich sehr gut kennen, haben wir das nur mündlich gemacht. Eigentlich sollte man dies jeweils immer schriftlich machen oder sogar einen Vertrag / eine Einverständniserklärung unterschreiben, damit man auf der ganz sicheren Seite ist.