Maël Duwan
#colorgrading#Videografie

HDR – Wheels

9. April 2026

In diesem Blog geht es darum, wo man die HDR-Wheels findet und wie diese funktionieren, wie auch was sie wann wie verändern. Es geht weniger darum, wie man sie praktisch in einer Situation optimal verwendet.

HDR – Wheels

Die HDR-Wheels befinden sich wie die Primaries unten links in der Ecke. Man muss einfach dort, wo der Pfeil hinzeigt, hin navigieren, denn ansonsten ist man ein Symbol weiter links, welches dann die Primaries sind.

Was sind die HDR-Wheels?

Die HDR (High Dynamic Range)-Wheels unterscheiden sich nur bedingt von den Primaries – Color Wheels. Denn sie funktionieren rein vom Bedienen her genau gleich, jedoch sind sie deutlich präziser darin, welchen Teil vom Bild sie bearbeiten. Es gibt insgesamt sechs Wheels plus das Global Wheel, um einzelne Bereiche zu bearbeiten. Diese Bereiche kann man theoretisch auch individuell verstellen, was dazu führt, dass ein Bereich entweder mehr oder weniger vom Bild abdeckt. Das kann nützlich sein, wenn man z. B. ein Bild in einzelne, sehr genaue Teile unterteilen möchte, um die Helligkeit möglichst genau zu kontrollieren. Damit hat man dann noch mehr Einfluss auf das Endergebnis.

Wie funktionieren die HDR-Wheels?

Wheels Symbols

Gleich über den Wheels selbst sind sechs kleine Wheels als Symbole zu sehen, diese stehen dafür, bei welchen drei man gerade ist. Denn ganz rechts als viertes Wheel ist immer das Global Wheel. Beim Beispielbild sind wir bei den drei ganz linken Wheels, diese stehen für Black, Dark & Shadow (also für die dunklen Stellen im Bild. Die drei Wheels ganz rechts bei den Symbolen stehen für Light, Highlights & Specular) das sind die helleren Stellen im Bild. Das zeigt, welchen Bereich diese Wheels jeweils bearbeiten.

Um zu sehen, was die jeweiligen Wheels beim eigenen Clip bearbeiten, kann man gleich oben links neben dem Wheel auf das kleine runde Symbol drücken und halten. Damit sieht man, welcher Teil ausgewählt ist.

Besagte runde Symbole
Auswahl vom Dark-Wheel

Alles, was noch zu sehen und nicht komplett hellgrau ist, wird nun vom Dark-Wheel verändert. Somit kann man sehen, welches Wheel welchen Teil vom Bild verändert. Die gleiche Ansicht bekommt man, wenn man bei den anderen Wheels auf das Symbol drückt. Nur werden andere Teile zu sehen sein und im Gegenzug dazu werden die anderen Teile komplett hellgrau und somit nicht ausgewählt sein.

Bei den HDR-Wheels hat es wie auch bei den Primaries Anpassungsmöglichkeiten für Temp (Temperatur = White-Balance), Tint, Hue, Contrast, Pivot & Mid/Det. Diese funktionieren gleich wie dieselben Felder im Primaries-Tab. Dazu gibt es nun noch den Blk/Offset-Slider, dieser ist für die dunkelsten Stellen im Bild zuständig und damit kann man diese entweder heller oder dunkler machen.

Bei jedem Wheel hat es unten dran den Exp (Exposure)- & den Sat (Saturation)-Slider. Diese werden verwendet, um die Helligkeit (Exposure) oder die Sättigung (Saturation) des ausgewählten Bereichs zu verändern. Diese funktionieren hier wie Stops in der Kamera, das heisst, wenn man beim Global Wheel (ganz rechts) die Exposure auf -1.00 setzt, dann ist das so, als hätte man in der Kamera einen Stop weniger belichtet. Dadurch ist das eine sehr natürliche Art, die Helligkeit anzupassen. Auch die Sättigung sieht mit diesem Regler meist viel natürlicher und weniger digital aus, was meist deutlich besser ist.

Gleich unter den zwei Slidern für Exposure und Saturation sind noch drei weitere. Von links nach rechts gesehen hat der erste Slider die Möglichkeit, den kleinen weissen Punkt in der Mitte vom Wheel in der X-Achse zu verschieben. Der zweite Slider steht dann für die Y-Achse des Punktes.

Weisser Punkt von der Mitte

Wenn man diesen Punkt verändert, dann verändert man den Hue (Farbwert), welchen man in alle möglichen Richtungen schieben kann. Dieses Prinzip gilt für alle Wheels, welche man in DaVinci findet – man kann immer diesen Punkt von der Mitte in eine bestimmte Farbe ziehen und dadurch den Farbwert des ausgewählten Bereichs verändern.

Der letzte Regler nach dem X- und Y-Regler, welcher links neben sich ein paar Balken hat, steht für die Range, in welcher das Wheel Einfluss nimmt, also welcher Bereich ausgewählt und bearbeitet wird. Diese Range kann man anpassen, dafür kann man unter anderem ein Diagramm anzeigen lassen, auf welchem man alle Wheels auf einmal gut übersichtlich sieht.

Um zur Diagramm-Ansicht zu gelangen, muss man oben rechts im HDR-Color-Wheels-Tab auf das im Screenshot eingezeichnete Symbol klicken, und dann sieht man dieses Diagramm namens Zones Graph:

Zones Graph

Bei diesem Graphen sieht man ganz links den dunkelsten Bereich vom Clip und ganz rechts den hellsten Bereich. Wie man auf dem Bild sieht, gibt es ganz links eine Übersicht von allen Wheels. Diese kann man auch verschieben, wenn man z. B. die Zone vom Dark vergrössern möchte. Dazu kann man noch den Falloff der Zone bestimmen. Das ist derselbe Regler, den wir bereits beim X- & Y-Regler kennengelernt haben. Er bestimmt, wie viel die Zone auswählen und somit auch bearbeiten soll.

Mit der Max Range kann man die Zone an sich verschieben und dadurch sehr exakt entscheiden, welchen Teil die Zone bearbeiten soll. Man kann die Zonen auch einfach mit dem Mauszeiger am Pfeil oben nehmen und damit verschieben. Den Falloff kann man gleich beim Slider rechts daneben verändern, diesen sieht man beim Graphen leicht rötlich eingefärbt in die Richtung, in welche der Falloff geht.

Somit haben wir uns auch die HDR-Wheels angeschaut. Falls man noch mehr über Color Grading wissen möchte, kann man sehr gerne auf meine Color-Grading-Blogübersicht gehen und den nächsten Blog ansehen.

Die HDR-Wheels werden besonders dann wertvoll, wenn man merkt, dass die Primaries nicht präzise genug sind, zum Beispiel wenn man nur die Highlights wärmer machen möchte, ohne die Midtones zu beeinflussen.

Ich freue mich über Feedback zum Blog :)